Irina Mikitenko

| 30.09.2007 | Tolles Marathon-Debüt in Berlin

Berlin-Marathon 2007, (c) photorun.net
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Irina Mikitenko feierte beim Berlin-Marathon ein tolles Debüt. Als Zweite hinter Gete Wami (Äthiopien) lief die 35-jährige Athletin des TV Wattenscheid 2:24:51 Stunden – die schnellste Debützeit einer deutschen Läuferin aller Zeiten. Sie ist damit auf Anhieb die drittbeste deutsche Athletin über die 42,195 km. Ihre deutsche Jahresbestzeit ist auch die schnellste seit 1999 (Dörre in Hamburg/2:24:35). Noch schneller war nur die Berlinerin Uta Pippig (2:21:45). Bemerkenswert an Irina Mikitenkos Erfolg war auch: Sie ist die erste deutsche Läuferin, die Punkte sammelte bei den World Marathon Majors (WMM). In der Serie 2007-2008 liegt sie nun auf Rang fünf. Auch kein deutscher Mann hat bisher WMM-Punkte gewonnen.

Während Gete Wami (Äthiopien) als Siegerin nach 2:23:17 Stunden ins Ziel rannte, sorgte für die größte Überraschung im Frauenrennen Irina Mikitenko. Das Rennen um Platz zwei war spannend. Denn hinter Gete Wami lagen nach der ersten Hälfte mit deutlichem Rückstand Helena Kiprop und die Japanerin Naoko Sakamoto (beide passierten die Marke nach 72:31). Weitere 26 Sekunden zurück folgte eine Dreier-Gruppe mit Irina Mikitenko. Die Debütantin lief dann eine tolle zweite Hälfte und schob sich noch auf Rang zwei nach vorne. Die zweite Hälfte rannte sie in 1:11:54 und war damit bei der Premiere im zweiten Abschnitt schneller als im ersten. Das zeigt, dass sie sicherlich noch Potenzial hat über die Marathonstrecke, über die sie sich bereits für Olympia qualifizierte.

„Es war ein tolles Rennen, und ich freue mich riesig über mein Ergebnis. Bei Kilometer 30 fühlte ich mich sehr gut und dachte, wann fängt es eigentlich an, schwierig zu werden“, erzählte Irina Mikitenko. „Das selbe Gefühl hatte ich dann bei 35 km, aber mein Trainer sagte, warte noch und bleibe cool. Bei 37 km habe ich gedacht, du musst jetzt endlich loslaufen, und dann bin ich gerannt.“

Ob sie sich nun als Marathon-Profi bezeichnen lassen würde, wurde Irina Mikitenko angesichts einer entsprechenden Aussage vor dem Debüt gefragt: „Ja, das können Sie jetzt. Ich werde weitermachen, und ich freue mich auf die nächsten Marathonrennen. Es macht wirklich viel Spaß, besonders in Berlin bei der tollen Stimmung. Die Strecke ist wie für mich gemacht. Das Training ist zwar hart, denn man muss wirklich viel und lange trainieren, aber bei so einem Rennen ist das schnell wieder vergessen.“

Hätte sie angesichts ihres Rennens schneller laufen können? „Ich glaube das schon, aber ich wusste einfach nicht wie es sein würde, einen Marathon zu laufen. Das nächste Mal werde ich aber mehr auf meinen Körper hören und weniger auf meinen Trainer. Ich denke, ich weiß mittlerweile ganz gut, was mein Körper kann und was nicht. Schneller als 2:24 Stunden kann ich laufen – zumindest würde ich das jetzt sagen.“
 
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| 17.09.2007 | Zwei Meisterschaftssiege als Tests für Berlin-Marathon

Irina Mikitenko hat zwei vielversprechende Tests für ihr Marathon-Debüt hingelegt und ist dabei jeweils Deutsche Meisterin geworden.

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Die Läuferin des TV Wattenscheid wurde in Bad Liebenzell (Schwarzwald) am 2. September zunächst überlegen Deutsche Meisterin im Halbmarathon. Vier Wochen vor ihrem ersten Rennen über die klassischen 42,195 km in Berlin rannte sie über die halbe Distanz 70:03 Minuten. Mit deutlichem Rückstand folgten im Frauenrennen Stephanie Beckmann (LG Leinfelden-Echterdingen/75:58) und Romy Spitzmüller (LAZ Leipzig/76:33).

Am 17. September gewann Irina Mikitenko dann auch das 10-km-Straßenrennen in Mannheim, das ebenfalls eine Deutsche Meisterschaft war. „Die 10 km habe ich genossen, ich hoffe, dass es in Berlin auch so sein wird.“ Irina Mikitenko wollte dabei nicht so schnell laufen wie sie es letztlich mit 32:34 Minuten tat. „Die Zuschauer haben mich so angespornt, dass ich doch noch einmal zugelegt habe. Ich kann mit einem guten Gefühl in Berlin starten.“ Zweite war Simret Restle (Eintracht Frankfurt) in 33:46 Minuten.
 
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| 04.08.2007 | Streckenrekord bei der Berliner City-Nacht


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Mit einem Streckenrekord hat Irina Mikitenko bei der Berliner City-Nacht für das Glanzlicht des Abends gesorgt und dabei in einer Zeit starke Form bewiesen, in der das Training für ihr Marathondebüt im Herbst im Vordergrund steht. Die 34-jährige Läuferin des TV Wattenscheid gewann das 10-km-Rennen in 32:11 Minuten und stellte dabei zugleich eine deutsche Jahresbestzeit auf. Den sieben Jahre alten Streckenrekord von Claudia Dreher verbesserte Irina Mikitenko vor zehntausenden Zuschauern auf dem Kurfürstendamm um 28 Sekunden.

In der zweiten 5-km-Schleife löste sich Irina Mikitenko von Melanie Kraus (Bayer Leverkusen), die als Zweite nach flotten 32:46 im Ziel war. Dritte wurde Susanne Hahn (SV Schlau.com Saar 05 Saarbrücken) in 33:05. „Mit dieser Leistung bin ich sehr zufrieden, wobei ich an den Streckenrekord überhaupt nicht gedacht hatte – ich wusste nicht einmal, wo der stand. Ich wollte einfach nur gut rennen. Es war ein guter Test“, erklärte Irina Mikitenko, die nun zunächst ein weiteres, dreieinhalbwöchiges Höhentrainingslager in St. Moritz absolvieren wird und dann am 2. September bei den Deutschen Halbmarathonmeisterschaften starten will. Danach ist ein weiteres Höhentraining geplant. Irina Mikitenko will auf jeden Fall bei einem deutschen Marathon ihr Debüt rennen – gut möglich, dass dies am 30. September in Berlin sein wird. Eine Entscheidung soll in Kürze fallen. Auf die zunächst geplante WM-Qualifikation über 10.000 Meter hatte Irina Mikitenko verzichtet.

„Es war für mich am Anfang nicht einfach, beim Marathontraining das richtige Tempo zu finden, denn früher bin ich immer viel schneller gelaufen. Jetzt musste ich lernen, im Training auch einmal langsamer zu rennen“, erzählt Irina Mikitenko, die ihr wöchentliches Trainingspensum in der Höhe bereits auf bis zu 190 Kilometer hoch geschraubt hat.

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| 23.06.2007 | Zwei Siege, ein zweiter Platz bei drei Starts

Irina Mikitento bleibt auf der Straße erfolgreich. Die international erfolgreichste deutsche Bahn-Langstreckenläuferin der letzten Jahre gewann den Oelder City-Lauf über 10 km am 10. Juni in 32:39 Minuten. Das ist die schnellste Zeit einer deutschen Läuferin über diese Straßendistanz in diesem Jahr. Die 34-jährige Läuferin des TV Wattenscheid plant in diesem Herbst ihr Marathondebüt, so dass sie ein wesentlich stärkeres Gewicht auf die Straßenläufe legt als in der Vergangenheit.

Irina Mikitenko, Sieg in London -  photorun.net
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Mit 69:46 Minuten hält Irina Mikitenko auch die deutsche Jahresbestzeit im Halbmarathon. Im Marathon möchte Irina Mikitenko bei ihrem Debüt auf jeden Fall unter 2:30 Stunden laufen. Gemessen an ihren Bahn-Bestzeiten dürfte das Potenzial der Olympia-Siebenten über 5.000 Meter von Athen 2004 im Marathon sicherlich bei Zeiten von mindestens 2:25 Stunden liegen. 

Auf der Bahn ist Irina Mikitenko in diesem Jahr nur bei den Deutschen 10.000-m-Meisterschaften an den Start gegangen. Dort wurde sie in 32:42,95 Minuten Zweite. Die WM in Osaka dürfte für Irina Mikitenko kein Thema sein. Auf der Straße lief sie nun in Oelde schneller als auf der Bahn. Dabei ließ sie die zweitplatzierte Kenianerin Alice Mogire (32:53) deutlich zurück. Dritte wurde Beatrice Omwanza (Kenia) in 32:56.

Bereits acht Tage zuvor hatte Irina Mikitenko am 2. Juni beim 25. Neusser Sommernachtslauf Platz zwei belegt. Bei diesem 5-km-Rennen musste sie sich in 15:45 Minuten lediglich der Äthiopierin Rabu Kasim um drei Sekunden geschlagen geben.

Einen Streckenrekord erzielte Irina Mikitenko dann bei ihrem dritten Start dieses Monats: Den Ludwigshafener Stadtlauf über 9,6 km gewann sie am 23. Juni in 30:29 Minuten.

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| 05.05.2007 | Platz zwei bei Deutschen Meisterschaften

Irina Mikitenko, Sieg in London -  photorun.net
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Bei den Deutschen Meisterschaften über 10.000 m in Zeulenroda (Thüringen) rannte Irina Mikitenko auf Rang zwei in 32:42,95 Minuten. Windige Bedingungen machten es den Läuferinnen bei diesem Rennen sehr schwer. So misslang auch die Jagd nach der WM-Norm für Sabrina Mockenhaupt, die nach 31:56,09 im Ziel war.

Für Irina Mikitenko hatten diese Deutschen Meisterschaften keinen hohen Stellenwert, da sie sich in diesem Jahr auf die Straßenrennen konzentriert. „Ich bin der Vorbereitung auf mein Marathon-Debüt – das hat für mich in diesem Jahr Priorität“, erklärte Irina Mikitenko.
 
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| 22.04.2007 | Streckenrekord in Korschenbroich


Mit einem Streckenrekord ist Irina Mikitenko in Korschenbroich ins Ziel gestürmt. Bei dem Traditionslauf, der zum 19. Mal gestartet wurde, gewann die Läuferin des TV Wattenscheid das 5-km-Frauen-Eliterennen in 15:41 Minuten.

Irina Mikitenko setzte sich in Korschenbroich souverän und mit großem Vorsprung gegen die sieggewohnte kenianische Konkurrenz durch: Caroline Chepkwony wurde in 16:07 Minuten vor ihrer Landsfrau Monika Otwoir (16:15) Zweite.
 
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| 01.04.2007 | Zweite beim hochklassigen Berliner Halbmarathon

Irina Mikitenko, Sieg in London -  photorun.net
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Eine stark laufende Irina Mikitenko hat beim hochklassig besetzten Berliner Halbmarathon Platz zwei belegt. Die Athletin des TV Wattenscheid lief 69:46 Minuten und wurde lediglich von Australiens Marathon-Star Benita Johnson geschlagen, die nach 68:28 im Ziel war. In der Mitte des Rennens hatte Irina Mikitenko Kenias Weltklasseläuferin und Titelverteidigerin Edith Masai hinter sich gelassen.

„Ich habe nicht an eine so gute Platzierung geglaubt. Mein Ziel war es, unter 70 Minuten zu laufen. Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden und weiß jetzt, dass im Halbmarathon für mich noch mehr möglich ist“, sagte Irina Mikitenko.

Irina Miktenko musste im Gegensatz zu der von Tempomachern begleiteten Benita Johnson das Rennen durchweg alleine laufen. „Ich wusste, dass die Tempomacher ein zu hohes Tempo für mich gehen würden, und somit habe ich mich auf mein eigenes Rennen konzentriert. Die ersten zehn Kilometer waren super, die bin ich in 32:30 Minuten durchgegangen. Danach war es dann schon etwas schwieriger, bei dem Gegenwind das Tempo zu halten. Ich bin aber eine Kämpferin und habe mich von den Zuschauern treiben lassen. Auch mein Sohn hat mich super unterstützt. Er saß mit im Führungsfahrzeug und hat mich aus dem Auto angefeuert. Zweimal ist er ausgestiegen, ich glaube bei fünf und zehn Kilometern, und hat am Streckenrand geschrieen ,Los Mama, super machst du das’. Das freut natürlich und motiviert.“

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| 10.03.2007 | Pech bei der Cross-Meisterschaft



Pech hatte Irina Mikitenko bei den Deutschen Cross-Meisterschaften in Ohrdruf (Thüringen). Ein Stein in der Spikesohle ihres Schuhs machte ihr derart zu schaffen, dass sie das Rennen nach relativ kurzer Zeit aufgeben musste. Dadurch platzte in Ohrdruf das erwartete Duell mit Sabrina Mockenhaupt.

Irina Mikitenko hatte während des Rennens vergeblich versucht, den Stein aus der Sohle zu entfernen. Sie war ihr letztes Crossrennen vor Jahren gelaufen und hatte auf ihre Bahn-Spikes zurückgegriffen. Um eine Verletzung zu verhindern, gab sie das Rennen dann auf.
 
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| 04.03.2007 | Dritte beim Saisonauftakt in Frankfurt


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Bei ihrem Straßenlauf-Saisonauftakt des Jahres 2007 belegte Irina Mikitenko Rang zwei beim Frankfurter Halbmarathon. Die Läuferin des TV Wattenscheid war nach 1:13:06 Stunden im Ziel – lediglich die Keniaerin Milka Jerotich lief mit 1:11:01 schneller.

Die 34-Jährige hatte sich am Donnerstag spontan für den Start entschieden. „Immer nur trainieren, ist langweilig“, meinte Mikitenko, die in den zurückliegenden drei Wochen jeweils Umfänge von 180 Kilometern hinter sich gebracht hatte. „Ich brauche jetzt einfach ein paar Wettkämpfe.“ Am nächsten Wochenende wird Irina Mikitenko bei den Deutschen Crossmeisterschaften starten, am 1. April läuft sie beim Berliner Halbmarathon gegen starke Konkurrenz.
 
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